Haloerscheinungen 
der 22°-Ring um eine Lichtquelle

Haloerscheinungen entstehen durch Lichtbrechung und Spiegelung an hexagonalen Eiskristallen in der Troposphäre. Diese Erscheinungen können sehr vielfältig sein. Ihr Auftreten ist abhängig von Art, Form und Grösse von Eiskristallen und den damit verbundenen Eigenarten.

Obwohl Haloerscheinungen weitestgehend unbekannt sind treten sie doch recht häufig auf. Der 22°-Ring bildet nur eine von vielen, fast 50 verschiedenen Haloerscheinungen. Gleichzeitig tritt er aber am häufigsten auf. Er entsteht vornehmlich in Cirrus-Wolken. Diese entstehen in sehr grosser Höhe, so dass die Temperatur Wasser zu Eiskristalle gefrieren lässt.

Sind die Eiskristalle ebenso lang wie breit oder ist die Atmosphäre sehr turbulent, dann rotieren die Eiskristalle willkürlich in der Luft. Innerhalb dieser rotierenden Kristalle wird das Licht einer hellen Lichtquelle in alle Richtungen gebrochen. Für den Betrachter allerdings werden sie aber nur auf einer Kreisbahn sichtbar.

Im Zentrum des Rings sitzt immer seine Lichtquelle, dies kann der Mond oder auch die Sonne sein. Theoretisch sind auch helle künstliche Lichtquellen möglich (tritt aber so gut wie nie bei den Ringen auf).